Selbstbestimmt leben und wohnen auch im hohen Alter

2479d60399Menschen werden immer älter. Im Jahr 2050 soll die Zahl der Haushalte mit alten Menschen zehn Millionen überstiegen haben. Daher sollten Wohnungen altersgerecht und barrierefrei ausgerüstet werden, um älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben in den eigenen Wänden zu ermöglichen.

Wenn möglich, sollte im Bad der Platzbedarf für einen Rollstuhl oder wenigstens für einen Rollator berücksichtigt werden.

Um dem gerecht zu werden, muss das Badezimmer barrierefrei ausgestattet sein. Oft fehlt notwendiger Bewegungsspielraum, daher muss vorab geprüft werden, welche Badeinrichtungsgegenstände verzichtbar sind.
Zum Beispiel,
– muss der Schrank, in dem sich die Urlaubshandtücher befinden, unbedingt im Bad sein?
-falls Vormauerungen, müssen diese die vorhandene Dimension haben oder können diese auch kleiner und filigraner sein, usw.?

Um das Bad so funktionell wie möglich zu gestalten, entscheiden sich viele Sanierer weg von der Badewanne und hin zu einer grossen, gut ausgestatteten Dusche, die dann bodentief und gefliest ist. Diese soll ggf. zusammen mit einem Pfleger betreten werden können, die Armaturen für alle an erreichbarer Position. Weiter wird diese Dusche häufig mit einer Sitzbank ausgestattet, die in vielen Fällen zugleich eine Wärmebank ist, damit der Aufenthalt in der Dusche neben der alltäglichen Pflege auch noch eine gründliche Portion Wohlfühlcharakter hat. Ist der Platz für eine Wärmebank nicht vorhanden, sollten die Wände entsprechend aufgebaut werden, damit zu jeder Zeit ein Klappsitz an die Wand geschraubt werden kann.

Der Komfort des Bades setzt sich mit der Ausstattung des WCs fort.
Hier ist die Sitzhöhe ein entscheidender Faktor, welche im Zuge der Sanierung bereits festgelegt werden muss oder die Entscheidung fällt für ein elektrisch höhenverstellbares WC, welches die Möglichkeit bietet, das WC z. B. als Aufstehhilfe per Knopfdruck 30 cm in der Höhe zu verstellen.

Und wenn dieses WC zugleich eine Duschfunktion besitzt, so ist die Hürde Toilettengang für jeden Pflegebedürftigen leichter.

Diese Höhenverstellbarkeit ist selbstverständlich auch an der Waschtischanlage möglich; das bedeutet, dass barrierefreie Badmöbel inklusive Spiegel, Wasserhahn und Schrank höhenverstellbar und so funktionell sind, dass diese Waschtischanlage mit dem Rollstuhl unterfahrbar ist und per Knopfdruck für Sitzende sowie für Stehende optimal in der Höhe eingestellt werden kann.

Dass diese Bäder einen medizinischen Charakter haben müssen, ist ein Trugschluss, Bäder mit derartigen Ausstattungen haben trotz Hilfsmittel und Technik ein Gesamtinterieur, welches modernen Wohnraumbädern in nichts nachsteht, lediglich hat man mit den vorgenannten Ausstattungsmerkmalen ein Plus an Lebensqualität.

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