Altersgerecht oder Mehrgenerationenbad?!

SonjorenpaarMan kann es drehen und wenden, wie man will; es kommt der Tag, an dem die sportliche Grazie der Jugend dahin geschwunden ist. Vom „schnell mal frisch machen“ kann dann nicht mehr die Rede sein, wenn die örtliche Gegebenheiten nicht entsprechend sind.

Und wenn vieles im eigenen Badezimmer nur noch im Sitzen erledigt werden kann, am Waschtisch jedoch keine Beinfreiheit herrscht, rücken selbst Gegenstände wie Bad-Armaturen plötzlich in weite Ferne.

Warum also nicht rechtzeitig Vorsorge treffen?

Nicht zuletzt, weil das Bad, das in Zukunft vielleicht notwendig ist, bereits in der Gegenwart in jedem Fall besseren Komfort und erhöhte Sicherheit bietet.

Genau genommen bringt es die Frage, wie man das Bad bequemer machen und Unfälle verhüten kann, auf den Punkt.

Meine spontane Empfehlung lautet daher, darauf achten,
– dass der Nutzer im Bad nach der Badsanierung oder auch im Neubau genügend Bewegungsfreiraum hat.

– dass die Bodenbeläge insbesondere in der Dusche die Bodenfliesen ein entsprechendes Rutschhemmungsgrad aufweisen, man bedenke hier, dass ein hoher Fugenanteil z. B. bei Mosaik nichts mit rutschhemmend zu tun hat.

– dass der Waschtisch unterfahrbar und im Idealfall höhenverstellbar ist.

– dass der Stauraum auch im Sitzen erreichbar ist.

– dass das WC höhenverstellbar ist und zugleich als Aufstehhilfe dient und natürlich idealerweise eine Dusch-WC Funktion hat.

– dass die Tür möglichst breit und eine Schiebetür ist oder möglichst nach außen aufgeht.

Und wenn dann die Enkel zu Besuch kommen, ist genau dieses Bad nicht nur alters-, sondern auch kindgerecht und ist somit ein Mehrgenerationenbad.

„ Paradox ist hier, dass wir ‚kindgerecht’ sofort in den Mund nehmen, altersgerecht’ dagegen nur zögerlich über die Lippen bringen“.

Dieses Art Wohnbad hat sich meiner Ansicht nach, bezogen auf den Gesamteindruck, bereits längst vom Krankenhaus-Image befreit.
So sind z. B. Farben ein probates Mittel zur attraktiven Gestaltung und erfüllen ästhetische Ansprüche, außerdem dienen sie der Kontraste wegen wirkungsvoll bei Seheinschränkungen der klaren Orientierung und stehen so dem immer noch beliebten „weiß in weiß“ dagegen.

Ferner sollte bereits während der Rohinstallation daran gedacht werden, dass später gegebenenfalls eine Ausstattung mit einer Notrufeinrichtung nachgerüstet werden kann.

Von all diesen Maßnahmen bin ich überzeugt und bekomme auch ständig die Bestätigung, dass ein Mehrgenerationenbad ein Mehr an Wohnqualität bietet.

Viele Grüße vom Büro der barrierefreien Badausstattungen,
Ihr
Erwin Kaufmann

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